Zum Welt-Aids-Tag: Auch mit 50plus auf Nummer sicher gehen!
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Wie jedes Jahr fand auch 2007 am 1. Dezember der Welt-Aids-Tag statt. Zahlreiche Künstler, Sportler und Prominente engagierten sich schon im Vorfeld auf Plakaten und in Werbespots für die Eindämmung dieser schrecklichen Krankheit. So warben Anni Friesinger, Philipp Lahm oder Christiane Paul dafür mitzumachen und gemeinsam auf „Nummer sicher“ zu gehen.
Trotz vieler Aktionen stieg die Zahl der Neuerkrankungen 2007 an, alleine in Deutschland wurde der HI-Virus ca. 3000 mal diagnostiziert. Zur Pressemitteilung
Laut Studie leben momentan 59 000 Menschen mit HIV und AIDS in unserem Land. Zahlen die alarmieren sollten! Trotzdem fühlen sich viele Menschen nicht von diesem Thema betroffen, darunter viele aus der Generation 50plus. Dass dies jedoch ein Irrtum ist, bestätigt ein Eintrag auf dem Welt-Aids-Tag Blog:
In New York (USA) beträgt der Anteil der über 50-jährigen unter den dort lebenden HIV-Positiven schon 25%. In den gesamten USA sind 10-15% der HIV-Positiven über 50 Jahre alt. Zahlen aus Deutschland kenne ich nicht. Zwar wurde das „lange HIV-positiv“ sein schon häufiger in Seminaren und auf Kongressen in den Blick genommen, aber der ganze Bereich „alt werden mit HIV“ ist bisher völlig unterbelichtet. Zum Blog
Und auch das Robert Koch Institut bestätigte diesen Trend:
“Bezogen auf die Altersverteilung der Neudiagnosen erfolgte die größte Zunahme an Meldungen in der Altersgruppe der 40- bis 60-Jährigen (117 Fälle mehr als 2005).”
Dabei fällt auf, dass ein vergleichsweise hoher Anteil von HIV-Erstdiagnosen bei Menschen über 50 Jahre bei Homosexuellen vorlag, aber besonders deutlich auch bei Menschen, die sich der Risikogruppe “heterosexuell” zuordneten.
Natürlich sind diese Zahlen im Vergleich zur Gesamtgruppe der 50pluser vergleichsweise klein, dennoch sollte sich jeder Mensch im besten Alter bewusst sein, dass es auch ihn treffen könnte. Viele aus der Generation 50plus haben ein ereignisreiches Leben hinter sich und einiges ausprobiert. Was? – Wie kann man das wissen, wenn man jemanden erst neu kennen gelernt hat, zum Beispiel in einem Netzwerk 50plus.
Vorsichtig zu sein, heißt nicht, jemanden zu misstrauen, oft wissen es die Betroffenen selbst nicht, dass sie infiziert wurden. Wer nichts zu verbergen hat und den anderen ernst nimmt wird sich gerne testen lassen oder Fragen zu seiner sexuellen Vergangenheit beantworten! So kann der zweite Frühling schließlich kommen!
S. Stöcker
Quelle Bild: Pixelio
Weitere Links:
Wikipedia: Aids
Welt Aids Tag
Quelle Bild: Pixelio